Zwischen 1808 und 1813 lebte und schaffte E.T.A. Hoffmann am Schillerplatz in Bamberg. Er war Beamter, Künstler, Musiker, Zeichner und Schriftsteller. Entscheidend für seinen Werdegang war die einjährige Anstellung als Kapellmeister in Bamberg. Anschließend war er als Musikkritiker für  die Allgemeine Musikalischen Zeitung von Johann Friedrich Rochlitz tätig. Besonders am Herzen lag E.T.A. Hoffmann die Musik der Romantik. Einen großen Einfluss in seine literarischen Werke, hatte seine starke Verliebtheit in seine Musikschülerin Julia Mark.

E.T.A. Hoffmann Statue Bamberg

Am Haus, in dem sich die Wohnung von E.T.A. Hoffmann befand, hängt heute eine Gedenktafel. Es liegt direkt gegenüber des E.T.A. Hoffmann Theaters am Schillerplatz 26. In den Räumlichkeiten befindet sich heute ein Museum, das sich auf das komplette Haus erstreckt. Zwar sind keine Originalgegenstände mehr erhalten, aber das Besucherbuch von 1928 bis 1954, welches 3.269 Besucher enthält. Die Staatsbibliothek Bamberg hat es mittlerweile digitalisiert.

Von Mai bis November kann das Haus täglich (außer Montags), für einen Eintrittspreis von 2 Euro besuchen. Führungen sind mit einer vorherigen telefonischen Buchung möglich.

Das Innenleben des E.T.A. Hoffmann Hauses

Am Haus zu sehen, ist der schreibende Kater Murr von Bernd Gecius aus Kupferblech. Die Figur geht auf die Erstausgabe von „Lebens-Ansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern“zurück.

Bevor man in das Haus eintritt, führt der Weg durch eine hölzerne Tür, die bereits von E.T.A. selbst und seiner Frau genutzt wurde. Damals war sie tatsächlich so breit, dass nicht nur kleine oder schmale Leute durch die Tür passten. Im Fenster daneben ist das Selbstbildnis des Künstlers zu sehen.

Im Erdgeschoss wird Hoffmanns Leidenschaft für Spiegel-Motive und die Idee der vielen „Ichs“ mit einem besonderen Spiegelmotiv, das ineinanderreift und sich überlappt, dargestellt.  Weiter im ersten Stock können ausgewählte literarische Werke von E.T.A. Hoffmann als Reproduktion, darunter „Sandmann“, „Meister Martin der Küfner und seine Gesellen“ und die Knarrpanti-Teile des „Meister Floh“, begutachtet werden.

Wer zwischen Poetenstübchen und zweiten Obergeschoss einen Blick nach oben wirft, wird ein Loch in der Decke entdecken. Das gab es tatsächlich schon zu Hoffmanns Zeiten und er nutzte es für Gespräche mit seiner Frau bzw. lies allerlei durch die Öffnung zu ihr hinunter.

In Zusammenarbeit mit inFranken.de, das Online-Portal für Franken.

Bianca Eberle

Bianca Eberle

Bamberg ist mehr als eine Stadt. Bamberg ist ein Lebensgefühl.

ALLE TOUREN

IN EINER APP

Ein ganz besonderer Reiseführer: digital, mobil und interaktiv. Jetzt App installieren und Bamberg erkunden!

Playstore Icon
appstore Icon