Ein Bockbier ist ein Starkbier. Genauer gesagt, es hat einen Stammwürzegehalt von mindestens 16 Prozent. Ein Bockbier kann deswegen sowohl untergärig als auch obergärig sein. Die meisten sind jedoch untergärig und werden mit Gerstenmalz gebraut.

Der Geschmack des Bockbieres ist vollmundig und kennzeichnet sich durch eine besonders süßliche Malznote. Durch das starke Einbrauen ist Bier dickflüssiger und erhält einen höheren Alkoholgehalt von durchschnittlich 6 bis 7 Prozent. Meist ist das Bier bernsteinfarben und erfreut die Bierliebhaber mit seinem cremigen Bierschaum.

Der Name des Bockbieres kommt übrigens nicht vom Ziegenbock, wie viele behaupten, sondern aus dem historischen Städtchen Einbeck. Hier hatte im 14. Jahrhundert jeder Bürger die Erlaubnis, Bier zu brauen. So gab es schnell weit mehr Bier, als die Bürger von Einbeck hätten konsumieren können. Das Bier wurde deshalb exportiert. Um es für lange Transportwege haltbar zu machen, braute man es stärker ein. So wurde das Einbecker Bier auch über die Stadtgrenzen hinweg bekannt. Durch die Sprachverschleifung wurde aus dem Einbecker Bier das Einböck, später das Oambock und schließlich konnte sich das heutige Bockbier im Sprachgebrauch durchsetzen.

Die Bockbier-Sorten im Überblick

Bockbier gibt es in verschiedenen Variationen. Neben dem klassischen Bockbier gibt es noch den Maibock, den Festbock, den Weizenbock, den Eisbock und den Doppelbock.

  • Der Maibock wird auch als heller Bock bezeichnet. Die hellere Färbung ergibt sich aus einem veränderten Mischverhältnis von Hopfen und Malz. Geschmacklich ist der Maibock weniger süßlich und etwas hopfenintensiver.
  • Der Festbock ist vor allem in Österreich bekannt. Das saisonale Gebräu wird fast ausschließlich um die Weihnachtszeit vertrieben. Hier kommen unterschiedliche Aromahopfen und Malzsorten zum Einsatz, zudem wird der Festbock länger gelagert und gereift als das herkömmliche Bockbier.
  • Der Weizenbock ist ein stark eingebrautes Weizenbier, bei dem Hopfen in noch geringeren Mengen verwendet wird, als beim gewöhnlichen Bockbier.
  • Der Eisbock ist ein sehr alkoholhaltiges Bier, denn durch das Einfrieren wird dem Bier das Wasser entzogen. Diese Methode ist verantwortlich für die stärksten Biere der Welt, wie den Schorschbock mit 57 Prozent Alkohol.
  • Der berüchtigte Doppelbock ist eine noch stärkere Variante des Bockbieres. Der Alkoholgehalt kann bis zu 13 Prozent betragen und die Farbe ist deutlich dunkler. Der Stammwürzeanteil muss mindestens 18 Prozent betragen, beim „normalen“ Bockbier hingegen 16 Prozent.

Besonders bekannt und beliebt sind in Bamberg auch die vielen Bockbieranstiche, die jährlich im Herbst stattfinden. Doch hierzu später mehr 😉

Amelie Schorb

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