Bamberg ist Bierstadt. Und darauf sind wir ganz schön stolz. Hier gibt es weltweit die höchste Brauereidichte und jede der elf von ehemals über 60 Brauereien in der Stadt stellt ihr individuelles Bier her. Bei rund 50 Sorten findet sich im Weltkulturerbe vom starken Bockbier über das traditionelle Rauchbier bis hin zum klassischen Pils für jeden Geschmack das passende Bier. Da kann man schon mal durcheinander kommen, was man denn jetzt bestellen soll – mit dem Bierlexikon aber kein Problem mehr!

Unser Bierlexikon

Um dich optimal auf deine Bierwanderung in Bamberg vorzubereiten und dein Vokabular aufzustocken, haben wir dir in unserem Bierlexikon die wichtigsten Begriffe aufgelistet:

„a U“Traditionelle Bierbestellung im Mahrs Bräu für
„ein Ungespundetes“ Kellerbier
auf den Keller gehen Bier wurde zu damaligen Zeiten in den Hügeln Bambergs gelagert, damit es kühl gehalten werden konnte. Biergärten wurden im Nachgang direkt über die Keller gebaut. So konnte das kühle Bier stets frisch ausgeschenkt werden.
auf den Tisch klopfenWenn kein Tisch mehr frei ist, ist es normal, sich zu anderen dazuzusetzen. Zur Begrüßung wird vier Mal auf den Tisch geklopft mit Blick in die Runde. Bei der Verabschiedung wird der Brauch wiederholt.
Bierkrug umlegenLegt man in Bamberg den Bierkrug seitlich hin, wird einem ein neues Bier gebracht. Auf diese Weise bestellt der wortkarge Franke.
BierkellerBiergarten
BockbierUntergäriges Starkbier mit >6,5% Alkohol und einer Stammwürze von mindestens 16%. Die Farbe variiert nach Stärkegehalt (gelb-dunkelbraun).
BockbieranstichTraditionelle Veranstaltung der Brauereien ab Herbst, wenn das erste Fass Bockbier angestochen wird. Vorbeischauen lohnt sich!
BrotzeitAuf manchen Bierkellern ist es noch erlaubt, seine eigene Brotzeit mitzubringen – also kalte Speisen wie Wurst, Käse, Rohkost und Brot! Getränke werden dann aber auf dem Keller bestellt.
DoppelbockSteigerung des normalen Bockbiers mit 7-10% Alkohol und einer Stammwürze von mindestens 18%
FastenbierSaisonal zur Fastenzeit, naturtrüb mit einer rötlich-braunen Farbe
Keller/ZwicklUntergäriges, naturtrübes Bier mit süßlichem Geschmack
Lacherla/SpuckschluckDer letzte Schluck Bier
LagerUntergäriges Vollbier, das bei niedrigen Temperaturen gebraut und im Eiskeller gelagert wird
MärzenUntergäriges Bier mit malzig, süßlichem Geschmack
 RauchbierTraditionelles, nach Räucherschinken schmeckendes Bier. Malz wird 24h über offenem Holzfeuer getrocknet, wodurch das rauchige Aroma entsteht.
 SchnittEigentlich gibt es in Bamberg kein „kleines Bier“. Will man doch eines haben, muss man es sich verdienen und schon mindestens ein Seidla getrunken haben. Der Schnitt ist das letzte Bier des Abends, bevor man sich auf den Heimweg macht. Allerdings kommt es immer auf den Wirt an, ob es ein Schnitt gibt oder nicht.
SeidlaBestellt ihr in Bamberg ein Bier, bekommt ihr als Standardgröße ein Seidla mit 0,5L.
StammwürzeMessgröße beim Bierbrauprozess, die den Anteil der vor der Gärung gelösten Inhaltsstoffe aus Malz und Hopfen bezeichnet. Je höher die Würze, desto stärker das Bier.

Noch mehr Vokabeln und Informationen rund um die Bamberger Bierkultur findet ihr in unserer App!

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Schweineschäuferla
  • Salz, Pfeffer, Kümmel
  • Nach Geschmack Majoran oder Rosmarin
  • Butterschmalz zum Anbraten

Für die Soße:

  • ¼ Liter Fleischbrühe
  • ¼ Liter dunkles Bier
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Möhren
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ Lauchstange
  • 1 Stück Sellerie
  • 1 Bund Suppengrün
  • Soßengewürze wie Pimentkörner, Nelken, Pfeffer, Lorbeerblätter

Und so funktioniert’s:

Zuerst die Zwiebeln vierteln, das Gemüse putzen, Möhren und Sellerie in Stifte und Lauch in kleine Stücke scheiden. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Suppengemüse sowie den übrigen Gewürzen in den Backofen schieben und bei 150° anbräunen. Während das Schäuferla im Ofen etwa 2 Stunden knusprig gebraten wird, übergießt ihr es immer wieder mit Brühe und bei Belieben mit Bier. Für eine besonders knusprige Schwarte empfiehlt es sich, die Temperatur am Ende der Garzeit auf ca. 200° – 220° C zu erhöhen. Ist das Schäuferla gut durchgegart, gießt man den Sud durch ein Sieb, schmeckt alles nochmals ab und serviert mit Klößen und Sauerkraut, Salat, Wirsing oder auch Blaukraut.

Matthias Dresel

Matthias Dresel

Bamberg bietet mit seinen schönen, idyllischen und kulturellen Ecken das perfekte Angebot für eine erholsame Freizeitgestaltung.

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